Junior-Jugendgruppen

Juniorjugendliche

 In dem Alter zwischen 12 und 15 Jahren, wo der Übergang von der Kindheit zur Jugend stattfindet, erfahren Jugendliche rasante körperliche, intellektuelle und emotionale Umbrüche. Um den Bedürfnissen dieser jüngeren Jugendlichen, der "Juniorjugendlichen" gerecht zu werden, wurde ein Programm für diese besondere Altersgruppe entwickelt, das ständig weiterentwickelt und ausgebaut wird und dessen Anwendung im Rahmen des Trainingsinstituts erlernt werden kann.

 

Was ist das Besondere an diesem Alter?

 Jüngere Jugendliche haben einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, haben das Bedürfnis, die Welt verstehen zu wollen und haben den Wunsch, beim Aufbau einer besseren Gesellschaft und Welt mitzuwirken. Sie haben ein zunehmendes Interesse an grundlegenden Fragen des Lebens, an ihren Talenten und Fähigkeiten und an der Welt, die sich vor ihnen eröffnet. Ihre Fähigkeiten zu beobachten erweitern und vertiefen sich. Während dieser kurzen und kritischen Zeit von drei Jahren bilden sich Ansichten über sich selbst, andere Menschen und die Gesellschaft heraus, die den Rest ihres Lebens formen können. Die Freude, mehr Entscheidungen treffen zu können und kein Kind mehr zu sein, geht oft einher mit Gefühlen der Sorge, des Unbehagens und des Zweifels, die zu widersprüchlichem Verhalten führen können.

 

Entwicklung braucht Begleitung

 Es ist erforderlich, dass sie in diesem Alter die richtige Art von Begleitung und Fürsorge erhalten. Sie können die Kräfte ihrer Fähigkeiten und Talente entwickeln, die ihnen erlauben, Herausforderungen zu überwinden und sie zu Mitgestaltern beim Aufbau einer neuen Gesellschaft machen. Das Juniorjugend-Programm schafft ein Umfeld, das ihren Charakter stärkt und ihre Begeisterung für Lernen und bedeutungsvolles Handeln erweckt. Dabei entdecken sie durch gemeinsame Aktivitäten in ihrer Peergroup ihr Potenzial, lernen sich gegenseitig wertzuschätzen, zu fördern und zu unterstützen und darin zusammenzuarbeiten, einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Zudem lernen die Jugendlichen selbständig nachzudenken über die verschiedenen Kräfte, die in der Gesellschaft wirken, lernen konstruktive Kräfte für sich, die Familie und Freunde zu nutzen und destruktive Kräfte zu meiden und ihnen zu widerstehen. Insbesondere unreflektierte Eindrücke und ein unbegleitetes Konsumieren der vielfältig verfügbaren Medien und der Werbung beeinflussen junge Menschen stark, wenn sie sich selbst überlassen bleiben. Das Programm gibt jungen Menschen die Mittel an die Hand, die sie brauchen, um negative gesellschaftliche Einflüsse zu erkennen und durch gegenseitige Unterstützung und Freundschaft eine gesunde und selbstbestimmte statt fremdgesteuerte Richtung einzuschlagen.

 

Gruppenleiter (sogenannte "Animatoren")

 Oft leiten ältere Jugendliche ab 18 Jahren diese Juniorjugendgruppen, denn sie haben zu den Erfahrungen der frühen Jugend eine nahe Beziehung. Die Juniorjugendlichen sehen sie oft als Vorbilder im Handeln und sie können durch die vertrauens- und respektvolle Beziehung ihren jüngeren Freunden effektiv helfen, die richtigen Worte zu finden, ihre Gefühle und Gedanken auszudrücken, ihre Hürden zu überwinden und ihre Kraft auf Positives zu fokussieren.

 

 

Aktivitäten der Gruppe

  • Kursmaterialien
  • sportliche und kreative Aktivitäten
  • Projekte - positive Beiträge zur Gesellschaft

Kursmaterialien:

Zum Beispiel eine Geschichte über ein 13 - jähriges Mädchen, das ihre Talente und Fähigkeiten entdeckt. Die Juniorjugendlichen lesen über die Erfahrungen, die sie macht und sprechen über die Bedeutung für ihr eigenes Leben und ihr eigenes Umfeld. Sie stellen sich dabei Fragen, die von der Geschichte angeregt werden und kommen miteinander in einen intensiven Austausch. Zum Beispiel Fragen darüber, was wir mit unserem Leben anstellen wollen? Wie können wir der Gesellschaft am besten dienen? Wie kann ich erklären und in Worte fassen, wie ich mich fühle oder was ich denke? Es gibt Momente, in denen wir etwas sagen möchten und nicht wissen, wie. Mit Hilfe der Gruppe lernen die Juniorjugendlichen im gemeinsamen Erforschen und Handeln, die richtigen Worte zu finden.

Verschiedene weitere Kursmaterialien, die im Laufe der 3 Jahre erarbeitet werden, helfen den Juniorjugendlichen dabei, verschiedene Aspekte der Wirklichkeit gemeinsam zu erforschen und sowohl ihr Sprach-, Zahlen- und allgemein analytisches Verständnis zu fördern und ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksfähgikeit zu verbessern, als auch ein klareres Bild von sich selbst, der Gesellschaft und von dem Potenzial jedes Einzelnen zu bekommen zu ihrem Wohlergehen beizutragen.

 

Sportliche Aktivitäten, Theater, Kreativität und Bewegung

sind ein wichtiger Teil jeder Jugendgruppe und ein natürlicher Ausdruck der Energie junger Menschen. Fähigkeiten werden entdeckt und weiterentwickelt, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung werden spielerisch geschult, die Freude verleiht Schwingen für die gemeinsam geplanten und durchgeführten Projekte.

 

Projekte - positive Beiträge zur Gesellschaft

Die Juniorjugendlichen beraten und entscheiden gemeinsam, was sie tun können, um Freundschaften so zu stärken, dass ihre Familie, ihre Nachbarschaft und die Gesellschaft friedvoller, harmonischer, gerechter, gesünder und nachhaltiger wird, so dass sie sich daran freuen, einander im Geiste dieser Bestrebungen zu treffen, und mehr und mehr Menschen zur Beteiligung an diesem Prozess zu inspirieren.

 

Beispiele für Projekte können sein:

Etwas gestalten oder backen und Nachbarn eine Freude damit machen; Ein Info- Abend zu einem Thema das Jugendliche wichtig finden wie z.B. oft genannt "Respektlosigkeit bei Kindern" –> Abend über Respekt und Erziehung; Einen Abend über verschiedene Kulturen gestalten und dazu einladen; für Nachbarn einkaufen; ältere Menschen zu Hause oder im Heim besuchen und mit ihnen Reden, Lieder Singen, Spiele spielen oder zuhören; Kuchenverkauf für einen guten Zweck; Video von Orten drehen, die verschönert werden können, dem Bürgermeister das Projekt vorstellen, die Gruppe gestaltet Ort neu; Lerngruppen mit Jüngeren bilden und zum Beispiel bei Hausaufgaben helfen; u.v.m. - jede Gruppe kann ganz neue, kreative und entsprechend den Bedingungen der Nachbarschaft gestaltete Projekte entwickeln.