Bahá'í

Bahá'u'lláh wird übersetzt mit "Herrlichkeit Gottes". Das arabische Wort Bahá bedeutet dabei "Herrlichkeit", "Ruhm", "Glanz" oder "Licht". Bahá'í sein heisst, sich diesem Licht zuzuwenden und in einem lebenslangen Prozess danach zu streben, das eigene Denken, Reden und Handeln mehr und mehr mit den schöpferischen Prinzipien in Einklang zu bringen, die zu allen Zeiten die Entwicklung der Menschheit und einer stetig fortschreitenden Kultur ermöglicht und befördert haben. Prinzipien, welche im Laufe der Menschheitsgeschichte durch zahlreiche besondere Wesen wie Krishna, Moses, Buddha, Christus oder Muhammad den Menschen offenbart wurden und welche Bahá'u'lláh für das gegenwärtige Zeitalter, gemäß der geistigen Fassungskraft der heutigen Menschheit neu formuliert und entsprechend ihrem Grad des Fortschritts und der Reife angepasst hat.

 

Zu diesen Prinzipien gehören u.a.:

- die Einheit der gesamten Menschheit

- die selbständige, unabhängige Suche nach Wahrheit
- die Überwindung jeglicher Vorurteile
- die notwendige Harmonie zwischen Religion und Wissenschaft/ Vernunft
- die Gleichberechtigung von Frauen und Männern

- eine verpflichtende, universelle Bildung

- die Entfaltung von geistigen Qualitäten und Tugenden

- das Wahrnehmen von Ehre und Adel in jedem Menschen

- die Annahme einer universellen Welthilfssprache

- die Beseitigung von extremer Armut und extremem Reichtum

- dass materieller Fortschritt für alle nur durch geistigen Fortschritt erreicht werden kann
- die Bekräftigung der Gerechtigkeit als das bestimmende Prinzip menschlichen Miteinanders

- das Wechselspiel von Andacht & Dienst

 

Als 'Abdu'l-Bahá, der Sohn Bahá'u'lláhs und von Ihm autorisierter Ausleger Seiner Schriften, einmal gefragt wurde:

»Was ist ein Bahá'í?«

antwortete Er: »Ein Bahá'í sein heißt einfach, die ganze Welt lieben, die ganze Menschheit lieben und sich bemühen, ihr zu dienen, für den allgemeinen Frieden und die allgemeine Brüderlichkeit zu arbeiten.«