Aussagen zum Bahá’í-Glauben

 von Prominenten, Wissenschaftlern, Politikern, Institutionen,

Schriftstellern, Denkern,...

 

 Mahatma Gandhi (Bombay Chroniclenewspaper on May 24, 1944)

 Der Bahai-Glaube ist ein Trost für die Menschheit.“

 


Prof. Dr. Carl Friedrich von Weizsäcker, 1983

 Die religiöse Gemeinschaft der Bahá’í verdient unsere Hochachtung. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Persien gegründet, ist sie heute dort die größte religiöse Minderheit. In der übrigen Welt hat sie heute mehrere Millionen Anhänger. Sie lehrt nicht nur, wie manche Religionen, den Frieden zwischen den Menschen und fordert die Überwindung des Kampfs zwischen den Mächtigen, sondern sie lehrt und praktiziert auch den Frieden zwischen den Religionen.“

 


Deutsches Bundesverfassungsgericht vom 5.2.1991 (2BvR 263/86 = BVerfGE 83,341)

 „… (Der) Charakter des Bahá’í-Glaubens als Religion und der Bahá’í-Gemeinschaft als Religionsgemeinschaft (ist) nach aktueller Lebenswirklichkeit, Kulturtradition und allgemeinem wie auch religionswissenschaftlichem Verständnis offenkundig…“

 


Prof. Dr. Johann Figl, „Die Mitte der Religionen“, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1993

 Der Bahá’ísmus ist religionswissenschaftlich betrachtet eine eigenständige Religion; er ist die jüngste Offenbarungsreligion in der Linie von Judentum, Christentum und Islam.“

 


Prof. Dr. Manfred Hutter, Religionswissenschaftler (in: Handbuch Bahá’í, S.14, Kohlhammer 2009)

 Als junge Religion teilt die Bahá’í Religion manche Inhalte mit anderen Religionen, keineswegs nur mit dem Islam, daher ist der Anspruch der Bahá’i, eine eigenständige Religion zu sein, religionswissenschaftlich zutreffend. Man kann die aktuelle Bahá’í Religion durchaus als Weltreligion beschreiben.“

 


Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen

hat sich über Jahrzehnte eingehend mit dem Bahá’ítum befasst und noch in 2013 für die Beauftragten der evangelischen Kirche für Weltanschauungsfragen eine eigene Tagung zur Bahá’í-Religion abgehalten, die auch Niederschlag gefunden hat in einer Publikation der Tagungsbeiträge (vgl. Eißler/Schnare (Hg.), Berlin 2014, EZW-TEXTE Band 233: Bahai. Religion, Politik und Gesellschaft im interreligiösen Kontext). Dort heißt es: „Die Bahai-Religion gilt trotz ihrer vergleichsweise geringen Mitgliederzahl als jüngste Weltreligion“ (Vorwort der Herausgeber). Und es wird festgestellt: „Es geht nicht um einen „Sektendiskurs“ vonseiten einer „Großkirche“, sondern um einen interreligiösen Dialog, der von wechselseitigem Respekt und wechselseitigen Lernprozessen geprägt sein soll.“ (Beitrag von Dr. theol. Friedemann Eißler, Spiritualität und interreligiöser Dialog).

 

 

Otto Schily, ehemaliger deutscher Bundesinnenminister,

anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der deutschen Gemeinde im Jahr 2005

 Ich danke Ihnen für Ihr ungebrochenes Engagement für den Schutz und die Bewahrung gemeinsamer Werte und die Gleichwertigkeit aller Menschen. Die Religionsgemeinschaft der Bahai bringt sich seit Jahrzehnten in beispielhafter Weise in das gesellschaftliche Leben Deutschlands ein.“

 

 

Klaus-Peter Murawski, Staatssekretär Baden-Württemberg,

anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Besuchs von Abdu’l Bahá in Stuttgart, April 2013

 „Die Bahá’í mit ihrer Haltung der Friedfertigkeit, mit ihrer intensiv gelehrten und gelebten Gleichberechtigung von Mann und Frau sind in vielen Bereichen für Menschen anderer Überzeugungen und Glaubensrichtungen Vorbild.“

 

 

 Theologische Realenzyklopädie

 "Der Baha’ismus ist einzuordnen in die Hochreligionen der Erde. Er ist die im Lichte der Geschichte entstandene jüngste Offenbarungsreligion. Angesicht der Tatsache, dass der Baha’ismus sich an die gesamte Menschheit wendet und bereits in den meisten Ländern der Erde Fuß gefasst hat, kann er schon heute den Weltreligionen zugerechnet werden."

 


Königin Maria von Rumänien

(Toronto Daily Star, May 4, 1926; quoted in ‘The Baha’i Faith, the Emerging World Religion’, by William Hatcher and Douglas Martin)

 „Sollte jemals eure Aufmerksamkeit auf die Namen Baha’u’llah oder Abdul-Baha gelenkt werden, so legt ihre Schriften nicht zur Seite! Forscht in ihren Büchern und lasst ihre herrlichen friedebringenden, liebeverbreitenden Worte und Lehren so in eure Herzen eindringen, wie sie in meines drangen…“

 

 

Sir Karl Popper, österreichischer Philosoph (1902-1992)

(in: Alex A.Käfer, „Lasst euren Blick weltumfassend sein“ – Die Geschichte der österreichischen Bahá’í Gemeinde, Horizonte Verlag, Berlin, 2005)

 „Sie wissen, dass ich mich aufgrund der entsetzlichen Entartungen mit keiner Religion identifizieren kann. Aber wenn ich es könnte, dann würde ich der Bahai-Religion zuneigen.“

 

 

 Prof. Dr. H. v. Glasenapp, Indologe und Vergleichender Religionswissenschaftler

"Die Religion der Bahá’i ist zwar aus dem Islam hervorgegangen, stellt aber eine selbständige Glaubensform, keine islamische Sekte dar. Man müßte ja sonst auch das Christentum, weil es aus dem Judentum erwachsen ist, als eine jüdische Sekte auffassen."

 

 

Sir Sarvepalli Radhakrishnan (ehemaliger indischer Präsident, Religionsphilosoph, Universitätsprofessor)

"Der Baha’ismus tritt für eine freie religiöse Gemeinde ein, Baha’u’llahs Botschaft an seine Apostel ist alles andere als fanatisch."

 

 

Leo Tolstoi (in: Leo Tolstoy and the Baháʼı́ Faith(1985) by Luigi Stendardo, pg 40)

 „Wir verbringen unser Leben mit dem Versuch, das Geheimnis des Universums zu erschließen. Da war ein […] Gefangener, Baha’u’llah, der hatte den Schlüssel. Baha’u’llahs Lehren beschenken uns mit der höchsten und reinsten Form religiöser Lehre.“

 

 

 Albert Schweitzer (1953, an die Bahá’í-Gemeinde in Stuttgart)

 "... Da Rasmussen auch ein mir unbegründet scheinendes Urteil über Bahá’u’lláh abgegeben hatte, suchte ich mir selber ein Urteil über ihn zu bilden und verschaffte mir alles, was ich über ihn finden konnte. So lernte ich Bahá’u’lláh kennen und hochschätzen."

 

 

August Forel

"Sie (die Bahá’í-Religion) ist die wahre Religion des Wohls der menschlichen Gesellschaft, hat weder Dogmen noch Priester und verbindet alle Menschen miteinander, die auf dieser kleinen Erdkugel leben."

 

 

Prof. Dr. D. Rosenkranz, Institut für ökomenische Theologie der Universität Tübingen:

"... Es war das Werk Bahá’u’lláhs, daß er ... das Gebäude der Bahá’i-Religion errichtete, die den Anspruch erhebt, die Erfüllung, ja die Überbietung aller Religionen zu sein. Mit diesem Anspruch, mit dem sie die anderen Religionen nicht ausschließt, sondern in sich aufnimmt, ist das Bahá’itum als eigenständige Religion anzuerkennen."